Johannes Wierz                               Schriftsteller

 
 
Es die Literatur, die Poesie, die einem Zugang zu Welten gewährt, die einem sonst verschlossen bleiben. Ich, der sich darauf eingelassen hat, bin ein Reisender im Strudel der eigenen Geschichten, vermischt mit den denen, die andere geschrieben und ich das Glück hatte, sie lesen zu dürfen. So tauche ich ein in immer neue Welten. Manchmal lasse ich mich treiben und freue mich auf  die Leichtigkeit des Wassers, das mich mitnimmt...
Zum Glück gibt es das Treibholz, das mich immer wieder aufhält, untertauchen und modriges Brackwasser schlucken lässt. Dieses Material ist sperrig und widerstandsfähig. Dem Strandgut der Geschichte bin ich nicht auf der Spur. Ganz im Gegenteil, es findet mich, schlägt mit voller Wucht gegen mein Schienbein und hält mich wach. Jedes Fundstück entpuppt sich als Schlüssel für eine Truhe, die über kurz oder lang doch den Wasserfall hinunterstürzt und ihre Schätze preisgibt. 
Die Scheiße schwimmt mit dem Strom und ich ihr entgegen. Die Hoffnung, irgendwann die Quelle zu erreichen, gebe ich nicht auf.
Ich bitte im Vorfeld um Verzeihung, wenn ich nicht immer sofort antworten kann. Das Schweigen hat einen Grund. Wer gegen den Strom schwimmt, hält den Mund ab und an besser geschlossen.

Herzlichst Ihr
                        Johannes Wierz.




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